KONTAKT
Sahar Lemanczyk (M.Sc.)
E-Mail: lemanczyk(at)diab.de

TEILNEHMERKREIS
Jugendliche Flüchtlinge, hauptsächlich unbegleitete minderjährige
ZEITRAUM
Ein Jahr mit der Option auf Verlängerung
KOSTEN
Es fallen für die betreuten Jugendlichen keine Kosten an
BILDUNGSPATENSCHAFTEN
für jugendliche Flüchtlinge

In Hamburg leben derzeit rund 1.800 Jugendliche, die ohne Eltern aus ihrem Heimatland geflohen sind und in Hamburg Schutz vor Verfolgung suchen. Sie kommen aus Afghanistan, Eritrea, Somalia, häufig auch aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Für jeden von ihnen bestellen Richter einen Vormund – das ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Die Jugendämter, deren Mitarbeiter zu einem Großteil die Vormundschaft für minderjährige Flüchtlinge übernehmen, sind längst überlastet, so dass eine individuelle Förderung und Betreuung der einzelnen Jugendlichen nur beschränkt möglich ist.

Im Hamburger Bildungssystem gibt es die Philosophie, leistungsstarke und begabte Schüler nicht weiter zu fördern – sie können sich aus eigener Kraft fördern. Hier tut sich für junge Geflüchtete eine gravierende Lücke auf. Sie kennen das Bildungssystem nicht und haben selbstverständlich auch eine große Sprachbarriere zu überwinden. Dies kann für einen jungen Menschen, der in seinem Herkunftsland ein guter Schüler war und ein höheres Bildungsziel für sich anstrebt, sehr demoralisierend sein. An diese Stelle wollen wir ansetzen und mit ehrenamtlichen Bildungspaten durch gezielte Einzelförderungen Abhilfe schaffen.

Die Bildungspaten sollen Vorbilder und Ratgeber sein. Sie unterstützen die Jugendlichen dabei, sich im hiesigen System zurecht zu finden. Sie wecken Potenziale, zeigen Perspektiven auf und geben ihnen Orientierung auf dem Weg von Schule zu Studium und Ausbildung. Dieses Engagement verbessert für die jugendlichen nicht nur die Bildungschancen, es erleichtert auch die Integration.

Um eine bestmögliche Betreuung der Jugendlichen zu gewährleisten, werden vorrangig Paten, die selber einen Migrationshintergrund haben, einen akademischen Abschluss vorweisen und in Deutschland sehr gut integriert sind, angeworben. Sie werden in Einführungsseminaren durch Experten auf ihre Aufgaben vorbereitet. Darüber hinaus wird bei regelmäßigen Gruppentreffen eine Plattform geboten, sich über Probleme und Lösungen mit anderen Bildungspaten auszutauschen.

Unsere Erfahrung zeigt, dass das Zusammenfinden von Bildungspaten und Jugendlichen eine großere Bereicherung für beide Beteiligten ist.

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